Heilpflanzenschule-Detloff - Phytotherapeutin & Heilpraktikerin

Wildkräuterwiese

Dolde HeilpflanzeDer Garten der Heilpflanzenschule besteht großteils aus einer Wildkräuterwiese, auf der die Pflanzen wachsen dürfen, wie sie wollen. Gelegentlich wird gemäht, damit frisches Grün zum Ernten nachwächst. Außerdem gibt es einige nicht heimische Pflanzen, die inmitten des Wildwuchses ebenfalls fast nach Lust und Laune wachsen dürfen.

Inzwischen haben sich hier Frauenmantel, Schafgarbe, Spitzwegerich, Gänsefingerkraut, Knoblauchrauke, Gänseblümchen, Günsel, Ehrenpreis, Löwenzahn, Storchschnabel, Mädesüß, Malve, Sauerampfer, Brennnessel, Gundelrebe, Wiesenschaumkraut, Wassermiere, Veilchen, Pippau, Giersch, Taubnessel, Kamille, Schöllkraut uvm angesiedelt.

Diese Form des wilden Gartens passt hervorragend für all diejenigen, die gerne heimische essbare Wild- und Heilkräuter nutzen und wissen möchten, mit welchen Stoffen die Pflanzen belastet sind. Im eigenen Garten kann dieses am besten nachvollzogen werden: welche Düngemittel und Gifte werden ausgebracht (am besten keine), gibt es Hunde oder andere Tiere? Die unterschiedlichen heimischen Wildkräuter sind außerdem für viele Tiere Nahrung oder Schutzraum: Vögel, die Samen fressen (z.B. von Pusteblumen), Schmetterlinge, die Brennnesseln für ihre Raupen brauchen, Igel, die Unterschlupf suchen uvm.. So trägt diese Form des Wildwuchses erheblich zur Artenvielfalt von Flora und Fauna bei und ist somit ökologisch wertvoll!

Außerdem können sich so auch Menschen, die keine Zeit für Gartenarbeit und Gemüseanbau haben, biologisch, gesund und lecker mit Wildkräutern aus dem eigenen Garten versorgen, ohne dafür arbeiten zu müssen. Denn bei Wildpflanzen entfällt umgraben, säen, jäten, hacken und gießen. Nur ernten muss man noch!

Dabei gehe ich, ebenso wie andere Heilpflanzenexperten (z.B. Wolf-Dieter Storl), davon aus, dass die Pflanzen, die wir brauchen, in unseren Garten einwandern, um uns zu helfen. Also sind neue, unbekannte Pflanzen - manchmal auch lästig erscheinende bekannte Pflanzen wie Giersch - ein Grund zum Forschen: Was kann die Wildpflanze bewirken? Für wen im Haus ist sie geeignet?

Die essbaren Wildkräuter sind in der Ernährung deshalb so interessant,

weil sie neben neuen Geschmackserfahrungen wesentlich mehr (mind. zwei- bis viermal so viel) wertvolle Mineralien, Spurenelemente und Vitamine enthalten wie Kulturgemüse, weil sie ihren Standort selbst auswählen und dort wachsen, wo sie optimale Bedingungen vorfinden. Außerdem enthalten die meisten Wildpflanzen viele Bitterstoffe. Bitterstoffe regen den gesamten Stoffwechsel an und es werden Verdauungssystem, Herz-Kreislaufsystem, die Hormondrüsen und die Fettverbrennung in Schwung gebracht. Wahre Fitmacher also. Zudem ist das in hoher Menge enthaltene Chlorophyll der Wildkräuter sehr gesund. Chlorophyll ähnelt in seiner Zusammensetzung dem roten Blutfarbstoff des menschlichen Blutes und unterstützt daher die Blutbildung und gibt uns somit Vitalität, denn das Blut ist für den Transport fast aller Stoffe in unserem Körper zuständig.

Wann richten Sie in Ihrem Garten eine Ecke Wildwuchs ein?

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